Globales Handeln ist gefordert!

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„Wälder erbringen 30% der Klimaschutzwirkung, erhalten aber nur 3% der öffentlichen Klimaschutzgelder“, betont Dr. forest. Henriette Lachenit am heutigen Internationalen Tag des Waldes.

 

Wälder und weitere Landvegetationen (wie z.B. Feuchtgebiete, Grasland und landwirtschaftliche Flächen), die so genannten „natürlichen Klimalösungen“, haben in den letzten zehn Jahren 30% der globalen Treibhausgasemission geschluckt. Ozeane weitere 22%. Insgesamt also ein immenser Speicher, durch den „nur“ knapp 50% der gesamten CO2-Emission überhaupt in der Atmosphäre verbleiben. Immer noch viel zu viel, so dass das Klima sukzessive weiter aufgeheizt wird.
Die Klimaschutzwirkung dieser natürlichen Klimalösungen können kosteneffizient verdoppelt werden, ohne dabei negative Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit zu haben, bestätigen internationale Wissenschaftler. Wälder bieten als natürliche Klimalösung das weitaus stärkste Potential. (Link zur Studie: „Natural Climate Solutions“)

Trotz der herausragenden Rolle und der bekannten positiven Co-Benefits von Wäldern (für z.B.  Biodiversität, Wasserfilterung und Hochwasserschutz, Bodenverbesserung und Luftreinigung) erhalten die natürlichen Klimalösungen aber nur 3% der öffentlichen Klimaschutzgelder.

Nicht mal ein Viertel der Unterzeichner des Parisabkommens haben sich bislang überhaupt Ziele für den Forst- und Landnutzungssektor gesetzt – und die Ziele der sechs Schlüsselländer für den Erhalt der tropischen Wälder reichen nicht einmal aus, um das das internationale Ziel die Entwaldung bis 2020 zu halbieren geschweige denn, diese vollständig zu stoppen.

„Das enorme Potential von Wäldern für den Klimaschutz nicht zu nutzen, während gleichzeitig kein Ende der weltweiten Waldzerstörung in Sicht ist, ist fatal. Die politischen Ansätze zum weltweiten Erhaltung von Wäldern und zur Umsetzung von Wald-Klimaschutzprojekten greifen noch viel zu kurz. Daher zählt jede Spende, durch die alte Wälder geschützt und neue Wälder gepflanzt werden kann.“, so Dr. forest. Henriette Lachenit, Geschäftsführerin von PRIMAKLIMA.

 

 

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