Der neue Wald entsteht im Departement Estelí im Norden Nicaraguas. Hier, unweit der Grenze zum Nachbardepartment Madriz, leben der Kleinbauern Lesmar Jose Morales Morales und Donal Antonio Canales Cevilla mit Ihren Familien auf ihrer Farmen. Auf dem ehemalig rein landwirtschaftlich genutzten Land pflanzen sie nun Bäume, da sie den vielfältigen Nutzen des Waldes zu schätzen wissen.
Die Flächen, auf denen dank eismann nun 10.000 neue Bäume heranwachsen, umfassen knapp 6 Hektar. Neben Nutzholzarten wie der Weißkopfmimose, dem Regenbaum und dem Mandagual werden zahlreiche andere, standortgerechte Baumarten gepflanzt. Auf diese Weise entsteht ein vielseitiges Biotop, in dem sich allerhand Tierarten ansiedeln können.

Die Zusammenarbeit mit den Kleinbauernfamilien ist Teil einer Kooperation von PRIMAKLIMA, der sich immer mehr Bewohner:innen ländlicher Gebiete Nicaraguas anschließen. Vor allem die nachkommende Generation Lesmars und Donals profitiert von dem Wald, wenn er in einigen Jahren Früchte und Holz liefert. Dabei werden zwar die Rohstoffe des Waldes genutzt, in seiner Gesamtheit bleibt dieser aber dank behutsamer und nur punktueller Baumentnahme dauerhaft erhalten. Langfristig kann so durch die nachhaltige Nutzung der Wälder eine zusätzliche Einkommensquelle aufgebaut werden, ein wichtiges zweites Standbein in Zeiten unsicherer Ernten aufgrund des fortschreitenden Klimawandels.

In den ländlichen Gebieten Nicaraguas ist Landwirtschaft die wichtigste Einkommensquelle, das Bild ist geprägt von Kleinbauern und -bäuerinnen wie Lesmar und Donal, die mit ihren Familien ein Stück Land bewirtschaften. Dies wird jedoch immer schwerer: Böden werden zu trocken für eine Bewirtschaftung und Regengüsse kommen immer unregelmäßiger. Nach langen Trockenphasen führen starke Niederschläge wiederum regelmäßig zu Überschwemmungen und Bodenerosion. Wälder geben den Kleinbauernfamilien eine Möglichkeit, sich dieser Herausforderung zu stellen: Dank des Wurzelwerks kann der Boden deutlich mehr Wasser speichern und die Bäume in der kommenden Trockenzeit mit Wasser versorgen.


Natürlich sind die neuen Wälder auch ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Die neuen Bäume werden in den nächsten 50 Jahren rund 1.800 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre filtern und somit das Weltklima entlasten.



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