Ihre Spenden für das sächsische Bärenfels tragen Früchte

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Etwa 30 km südlich von Dresden, im sagenumwobenen Ost-Erzgebirge, liegt der kleine Ortsteil Bärenfels. Eingebettet zwischen malerischen Stadtkernen, Zeitzeichen der Bergbau-Vergangenheit und aufwändigem Kunsthandwerk ist diese Region aber auch potentielles Entstehungsgebiet für Elbhochwasser. Eine Gefahr, die bedingt durch die Klimakrise immer häufiger auftreten kann.

 

Wasser – fast soweit das Auge reichte

Wir alle haben noch die Bilder der Jahrhundertfluten in Sachsen vor Augen. Extrem starke Sommerniederschläge, vor allem im östlichen Erzgebirge, die nicht schnell genug aufgenommen werden konnten, flossen in die Täler und ließen dort die Wasserstände von Seen und Flüssen immer stärker steigen. Flächenversiegelungen und Erosionen verhinderten vielerorts die Wasserspeicherung in den Böden. Genau solche Szenarien sind es, denen wir mit unseren Projekten im Erzgebirge ein Stück weit begegnen. Denn durch die gezielte Aufforstung wird das Abfließen des Regenwassers stark vermindert – sowohl die Laubbäume selbst als auch der humusreiche Boden nehmen große Wassermengen auf. In Zukunft auch im sächsischen Bärenfels.

 

Kleine Setzlinge mit großer Zukunft

Dank Ihrer Spenden konnten wir hier im Frühjahr dieses Jahrs rund 50.000 heimische Bäume auf einer 14 ha großen Fläche pflanzen. Wahnsinn! Die Fläche erweitert den Schutzstreifen zur Talsperre der Lehnmühle und vergrößert somit auch die Verbindung von nördlich und südlich gelegenen Waldstücken. Der Schutzstreifen bewahrt die Trinkwassertalsperre vor Verunreinigungen und bildet gleichzeitig einen wichtigen Lebensraum für die Tierwelt. Dieser wird nun durch verschiedene Pappel-, Ahorn- und Ulmenarten zusammen mit Stieleichen, Vogelkirschen und Salweiden erweitert. Ein wertvoller Korridor, in dem sich beispielsweise Hummeln und Sandbienen von dem gelbstrahlenden Pollen der Weidenkätzchen, die bereits früh im Jahr blühen, ernähren können. Die Sträucher wie Haselnuss und Pfaffenhütchen bilden zudem einen abwechslungsreichen Waldsaum am Rand der Fläche, der zusätzlichen Lebensraum und Nahrung bietet. In ein paar Jahren werden die dann buschigen Sträucher den Wald außerdem vor starkem Wind schützen.
Während der nächsten Jahre brauchen die Bäume ab und zu noch etwas Unterstützung. Sie werden regelmäßig freigeschnitten und zunächst durch Einzäunung der Fläche vor größeren Wildtieren geschützt – denen die zarten Blätter einfach zu gut schmecken. Sobald die Bäume dann aber groß und kräftig genug sind, werden sie besonders für Vögel und Insekten viel Raum für Nistplätze und Futter ermöglichen, die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens verbessern – und natürlich jede Menge Kohlenstoff in sich speichern. Ein großer neuer Wald für Bärenfels, das Erzgebirge, aber eigentlich auch für uns alle. Für Mensch und Natur. Dank Ihrer großzügigen Spenden.

 

Wie geht’s weiter (in den deutschen Projekten)?

Wir arbeiten aktuell unter Hochdruck daran, bald wieder neue Deutschland-Projekte für Baumspenden anbieten zu können. Sobald es Neuigkeiten gibt, erfahren Sie die natürlich hier. Und bis dahin können Sie sich auch gern bei unserem Baumpflanz-Projekt in Nicaragua umschauen. Denn eins können wir Ihnen versichern: Ihre Spende kommt in jedem Fall an. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!

 

 

(von Dr. Leon Barthel und Anja Heimrath)

 

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